FAIR-BREEDING® - Engagement des Naturkostfachhandels für die biologisch-dynamische Pflanzenzüchtung geht ins dritte Jahr
Presseinformation Nürnberg, 17. Februar 2010
Zum dritten Mal in Folge konnten bei der diesjährigen BioFach-Messe in Nürnberg Naturkostladner ihrem Engagement für die biologisch-dynamische Pflanzenzüchtung Ausdruck verleihen. Im Namen von „NATURATA International - Gemeinsam Handeln e.V.“ überreichte Heinz Knauss einen Scheck über 12.500 EUR an den gemeinnützigen Verein Kultursaat. "Wir freuen uns, dass wir mit dieser freiwilligen Abgabe aus dem Markt die so elementare ökologische Saatgutarbeit unterstützen können", so Knauss. "Wir haben erkannt, dass wir heute die unabhängige Gemüsezüchtung fördern müssen, wenn wir in zehn Jahren noch unseren Kunden Kohl, Möhren und Tomaten anbieten wollen, die zum konsequenten, qualitätsorientierten Ökolandbau passen. Dafür haben wir FAIR-BREEDING® ins Leben gerufen." Die FAIR-BREEDING® Partnerschaft zwischen Konsumenten, Handel, Anbauern und Pflanzenzüchtern ist nicht auf Naturata-Läden beschränkt sondern offen für alle Naturkostfachgeschäfte, die die biologisch-dynamische Gemüsezüchtung fördern wollen. [zur gesamten Presseinformation]
Konzernunabhängige ökologische Saatguterzeugung und Pflanzenzüchtung brauchen ein starkes Netzwerk
Presseinformation zum Wintertreffen des Initiativkreises für Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau Ende November 2009
Vom 20. bis 22. November trafen sich mehr als 50 Mitglieder des Initiativkreises für Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau und Interessenten rund um ökologische Saatgutvermehrung und Gemüsezüchtung in Münstertal nahe Freiburg im Breisgau. Eingeladen hatten wie jedes Jahr Kultursaat e.V. und Bingenheimer Saatgut AG, die in diesem Rahmen auch ihre Mitgliederversammlung bzw. Hauptversammlung organisierten. Neben den Regularien prägten diverse Präsentationen rund um die Saatgutarbeit das Treffen im Schwarzwald. Ein Fachvortrag über blütenbestäubende Insekten, der alle Anwesenden begeisterte, Berichte einzelner Saatgutvermehrer und Züchter aus ihrer Praxis sowie eine Life-Videoschaltung (per Internettelefon) zu Kooperationspartnern von der US-amerikanischen Organic Seed Alliance rundeten das Programm ab... [zur gesamten Pressemeldung]
Notizen von der 1. IFOAM-Konferenz zu Tier- und Pflanzenzüchtung
Artikel von M. Fleck und P. Boie in der Lebendigen Erde (6) 2009
Ende August des Jahres fand im US-Wüstenstaat New Mexico zum ersten Mal ein von der Weltdachorganisation der Ökolandbaubewegungen organisiertes Treffen zum Thema Züchtung statt: "1st International IFOAM-Conference on Animal and Plant Breeding". Ökologische Landwirtschaft fristet global betrachtet - wenn auch die Flächen ausgeweitet werden - nach wie vor ein Nischendasein. Erst recht ist Ökozüchtung im weltweiten Maßstab keine relevante Größe; de facto sind die meisten großen Züchterhäuser nicht auf den Ökolandbau ausgerichtet, geschweige denn darauf spezialisiert... [zum gesamten Beitrag]
Approaches and achievements of biodynamic vegetable breeding by Kultursaat using the example of Rodelika
Presentation with 1st IFOAM Conference in Santa Fe, NM (USA), 25. - 28.08.2009
Since 1998 Rodelika is officially registered as a newly bred carrot variety. It had been developed by positive mass selection over a 13 year period, based on an old-established variety within a farm based biodynamic system. The goal was a
fine root with good health and a focus on taste and ability of maturation. Therefore a selection-system in organoleptic characteristics sweetness and aroma was created. Numerous investigations demonstrate the very high quality of Rodelika. Property Rights of this open-pollinated variety are held by the charitable association Kultursaat as a common heritage... [full paper]
Presseinformation Rudolf-Mansfeld Preis 2009 für Kultursaat-Mitglied Judith Jäger
Zum achten Mal zeichnet die Gemeinschaft zur Förderung der Kulturpflanzenforschung Gatersleben e.V. im Rahmen ihrer Jahresversammlung eine Nachwuchswissenschaftlerin für
die beste Diplom- oder Masterarbeit auf dem Gebiet der genetischen Ressourcen in der Kulturpflanzenforschung mit dem Rudolf-Mansfeld-Preis aus. Dieses Jahr geht die Ehrung an Judith Jäger mit ihrer Arbeit zur Dokumentation von Perlhirseherkünften für eine lokale Genbank in Niger. Frau Jäger ist seit April 2009 Mitarbeiterin der Bingenheimer Saatgut AG und setzt ihre Kenntnisse und Erfahrungen auch für die Sortendatenbank bei Kultursaat e.V. ein. [zur gesamten Presseinformation]
Redaktioneller Beitrag im Katalog der Bingenheimer Saatgut AG (2010) von M. Fleck
Bei der gebührenpflichtigen Registerprüfung (DUS-Test) behandelt das Bundessortenamt die Kultursaat-Sortenkandidaten genauso wie diejenigen aller anderen (=konventionellen) Gemüsezüchter und prüft die Kriterien Unterscheidbarkeit, Einheitlichkeit und Beständigkeit; Tomaten müssen darüber hinaus auch bezüglich bestimmter Pathogene als einheitlich resistent oder anfällig geprüft und eingeordnet werden - diese zusätzliche, für die behördliche Prüfung obligatorische Hürde hat schon manche Zulassung Erfolg versprechender Kultursaat-Tomatenstämme verhindert. [zum gesamten Artikel]
Samenfeste Sorten und biologisch-dynamische Züchtungen
bewähren sich im Erwerbsanbau
Presseinformation zum ÖKOmenischen Sortentag bei Piluweri am 03.07.2009
Ökologisch wirtschaftende Erwerbsgärtner/innen, Öko-Gartenbauberater und ein
Naturkostgroßhändler trafen sich am 1. Juli zum dritten ÖKOmenischen Sortentag, der
diesmal in der Gärtnerei Piluweri, Müllheim im Breisgau stattfand. Die ca. 60 BesucherInnen
konnten bei dem umfangreichen Betriebsrundgang die extra für diesen Tag angelegten
Sortenvergleiche besichtigen.
Können die samenfesten Sorten der Gärtnerei mit den konventionellen Vergleichssorten mithalten? [zur gesamten Presseinformation]
Diskussionsthema Gentechnik - Wer profitiert wirklich?
Standpunkt von Michael Fleck in TASPO 14/2009
Basierend auf der "Universalität des genetischen Codes" werden Genom-Untersuchungen und -Eingriffe unabhängig von Artgrenzen möglich - und durchgeführt. Was jedoch im Bereich der Kriminaltechnik unter bestimmten Umständen eine geeignete Diagnosehilfe sein kann, sollte nicht blind auf die Grundlagen der Lebensmittelerzeugung übertragen werden. Wer braucht Erbsen, die Mastschweine bei der Fütterung gegen Escherichia Coli "schützen"? Wozu werden (beim Golden Rice) Getreidekörner gentechnisch derart verändert (und dann mit dutzenden Patenten "geschützt"), dass sie Pigmente ausbilden, die sonst nur in Blättern, Blüten und Fruchtfleisch (bei Möhren auch in der Rübe) vorkommen? ... Gentechnik ist weder fortschrittlich noch notwendig! Aber wer profitiert hier wirklich? [zum gesamten Artikel]
FAIR-BREEDING® - Fortsetzung des Fachhandels-Engagement für die biologisch-dynamische Pflanzenzüchtung
Presseinformation Nürnberg, 20. Februar 2009
Auf zehn Jahre ist die Partnerschaft - die ein Jahr zuvor bei der BioFach 2008 erstmals bekannt gemacht wurde - zwischen den beteiligten Naturkostfachgeschäften und den Kultursaat-Gemüsezüchtern angelegt. Für diesen Zeitraum haben die Mitglieder des Vereins „NATURATA International - Gemeinsam Handeln“ zugesagt, jährlich 0,3 Prozent ihres Obst- und Gemüse-Umsatzes zur Unterstützung der biologisch-dynamischen Gemüsezüchtung bereitzustellen. Mit diesen Mitteln will und kann Kultursaat seinerseits die Aktivitäten im Bereich der Sortenerhaltung und Neuzüchtung bei Blumenkohl voranbringen; bei dieser Kultur werden fast ausnahmslos Hybriden angebaut und in den letzten Jahren wiederum verstärkt sog. CMS-Hybriden aus Zellfusion angeboten, die vom Weltdachverband IFOAM als für den Öko-Landbau inakzeptabel eingestuft werden. Anlässlich der BioFach 2009 überreichte Heinz Knauss, einer der Vorstände von Naturata International den zweiten Scheck in Folge über einen Förderbetrag von 12.000 EUR. [zur gesamten Presseinformation]
Presseinformation BioFach 2009, Februar 2009
„Saatgut ist mehr als ein gewöhnliches Betriebsmittel. Es bildet den Ausgangspunkt jeder Ernährungskultur und es trägt den Strom der Kulturpflanzenentwicklung aus der Vergangenheit in die Zukunft“, so Petra Boie von der Bingenheimer Saatgut AG. Michael Fleck, Geschäftsführer des Vereins Kultursaat e.V., ergänzt: „Wir wollen ‘Gemüse mit Charakter’ für den Öko-Landbau. Dazu benötigen wir Sorten, deren Züchtungswerdegang dem ‘Charakter’, d.h. den Motiven, Bedingungen und Zielen des Öko-Landbaus entspricht. Intensiver, arttypischer Geschmack, hohe Anpassungsfähigkeit an regionale Gegebenheiten und ein harmonisches Äußeres zählen hierzu. Diese ‘Charakterzüge’ gehen in der Regel zu Lasten der Erträge oder einer heute oftmals übertriebenen Einheitlichkeit. Doch das wird wettgemacht durch die ‘inneren Werte’ dieser Sorten“, erklärt Michael Fleck. [zur gesamten Presseinformation]
FAIR-BREEDING®: Wegweisende Partnerschaft zwischen Naturkosthandel und Gemüsezüchtern
Artikel von Michael Fleck und Petra Boie im Kritischen Agrarbericht 2009
Die weltweite Konzentration der Saatgutunternehmen und die damit verbundenen Probleme sind hinlänglich bekannt: Durch den Anpassungsdruck der Wirtschaft wird die Sortenvielfalt enorm reduziert. Gleichzeitig entfernen sich die Züchtungstechniken immer weiter von den bäuerlichen Methoden. Aktuelles Beispiel, von dem auch im folgenden Beitrag berichtet wird, ist die Proto- und Cytoplastenfusion, eine in der Pflanzenzüchtung zunehmend angewandte Labortechnik, deren Nutzung innerhalb des Öko-Landbaus umstritten ist. Das Saatgutangebot erschwert es für die Öko-Bauern jedenfalls immer mehr, die für ihre Anbauform geeigneten Sorten zu finden. Ein neues Partnerschaftskonzept zwischen Naturkostfachhandel und ökologischen Gemüsezüchtern soll hier weiterhelfen... [zum gesamten Artikel]
ÖKOmenische Sortentage in Nord- und Süddeutschland
Artikel von Michael Fleck in Gemüse 11/2008
Die Gemeinsamkeit des in Verbänden (Bioland, Demeter, Naturland etc.) organisierten Öko-Landbaus wird allgemein unter dem Begriff der ÖKOmene zusammengefasst - eine gewisse Tradition hat der gemeinsame Auftritt eher im Süden als im Norden Deutschlands. Dem erfolgreichen Beispiel Süddeutschlands folgend, fand am 26. August der erste norddeutsche ÖKOmenische Sorteninformationstag in der Gärtnerei Sannmann in Hamburg-Ochsenwerder statt. Vor mehr als sechzig Gärtnern aus Norddeutschland und Dänemark berichteten Gärtnermeister Thomas Sannmann und sein engagiertes Team von ihren langjährigen Anbauerfahrungen mit Tomaten-, Gurken-, Möhren-, Schnittlauch- und Feldsalatsorten. Auf dem Obergrashof waren beim ÖKOmenischen Sortentag am 2. Oktober die Schwerpunktkulturen Möhre, Wirsing und Blumenkohl. [zum gesamten Artikel]
Interview mit R. Specht im redakt. Teil des Kataloges (2009) der Bingenheimer Saatgut AG
Richard Specht ist einer der Verantwortlichen in der Gärtnerei Piluweri und Mitglied im Verein Kultursaat. Eingebettet in den Tomatenanbau der Gärtnerei betreibt er Züchtungsprojekt zur Entwicklung neuer Tomatensorten. Im Rahmen der Züchtungsarbeit in der Gärtnerei von Piluweri sind bereits die Möhrensorte Milan, der Paprika Pantos, (in Kooperation mit anderen Züchtern) die Kopfsalatsorte Briweri sowie die Lauchsorte Avano entstanden. In einem Interview stellt sich Richard Specht z.B. Fragen, was die Beweggründe sind, sich ausgerechnet mit der Tomatenzüchtung zu beschäftigen, was die Zuchtkriterien sind und wo die Herausforderungen liegen. [zum gesamten Artikel]
Vom Impuls bis zur neuen Sorte -
Vorgehensweise bei der Entwicklung neuer Kultursaat-Sorten
Redaktioneller Beitrag im Katalog der Bingenheimer Saatgut AG (2009) von M. Fleck
Von Anfang an stand bei der Kultursaat-Arbeit die sorgsame Pflege und Weiterentwicklung unserer Gemüsesorten im Vordergrund. Bewährte Sorten werden erhalten und neue entwickelt - alles unter dem Dach und im Auftrage des gemeinnützigen Vereins, damit die Sorten nicht wirtschaftlichen Interessen zum Opfer fallen sondern als Kulturgut erhalten bleiben. Für ein möglichst zielführendes Fortkommen bei der langwierigen Arbeit wurden Formen der Zusammenarbeit entwickelt, die Ähnlichkeit mit der Qualitätssicherung in Unternehmen haben. [zum gesamten Artikel]
Pro & Contra zu diskutierten Züchtungsmethoden in BNN-Nachrichen III/2008
Zur effizienten Erzeugung von Hybridsorten bei Kohlarten (Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi etc.) kommen in der konventionellen Züchtung zunehmend Zellfusionsmethoden zum Einsatz. Mit diesen Laborverfahren werden Strukturen im Zellplasma z.B. von Rettich auf Blumenkohl übertragen, durch die die resultierenden Blumenkohlpflanzen keinen lebendigen Blütenstaub mehr bilden können. Derart pollensterile Sorten (CMS-Hybriden) sind nicht nachbaufähig. Zurzeit wird innerhalb des Öko-Landbaus der Umgang mit Sorten, die aus Proto- und Cytoplastenfusion hervorgegangen sind, intensiv disukitert. Denn während einerseits die Manipulation der natürlichen Reproduktionsfähigkeit auf breiter Basis abgelehnt wird, bringen pragmatische Vertreter ökonomische Erwägungen bei der Sortenwahl ins Feld. Andreas Thommen (FiBL, Schweiz) und Michael Fleck (Kultursaat e.V.) stellen jeweils kurz die sich gegenüberstehenden Standpunkte dar. [zum gesamten Artikel]
Hybridsaatgut passt nicht zu Bio - und ist trotzdem weit verbreitet
Artikel von Leo Frühschütz in BioHandel 09/2008
Ein Großteil des Gemüses im Bio-Regal besteht aus Hybridzüchtungen. Diese Produkte sehen gut aus. Aber sie entsprechen nicht unbedingt den Idealen des Öko-Landbaus. Die Alternative sind samenfeste Sorten. Für Läden sind Initiativen wie FAIR-BREEDING® eine Chance zur Profilierung.
Der Autor Leo Frühschütz stellt kurz die Standpunkte der verschiedenen Öko-Anbauverbände zum Thema Hybriden dar und führt den Leser ein in die aktuelle Diskussion um den Auschluss von CMS-Hybriden bzw. die Technik der Protoplastenfusion. Ein Interview mit dem Kultursaat-Züchter Julian Jacobs (Obergrashof in Dachau bei München) rundet den Hintergrundartikel ab. [zum gesamten Artikel]
Sommertreffen des Initiativkreises für Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau
Treffen der Praktiker vom 25. bis 27. Juli 2008 in Oberhessen
Seit der Gründung 1985 trifft sich der Initiativkreis für Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau jährlich je einmal im Sommer und einmal im Herbst/Winter. Traditionell werden beim Sommertreffen eher Fragen zur Praxis des ökologischen Samenbaus und zu Details bei Saatguttrocknung und -reinigung behandelt sowie Samenbau-Standorte besichtigt. Diesmal war der Initiativkreis zu Gast in der Gärtnerei der Lebensgemeinschaft Bingenheim, den neuen Gebäuden der Bingenheimer Saatgut AG und dem Krebsbachhof (Doris und Peter Heuner) nahe Marburg.
Neben dem Schwerpunkt Buschbohne (Kulturführung, Pflanzengesundheit, Ernte Aufbereitung etc.) galt das Interesse v.a. auch der Saatguterzeugung bei Kresse und Möhre. Außerdem wurden die Besonderheiten des biologisch-dynamischen Heil- und Gewürzkräuteranbaus vorgestellt.
Fortbildung Biologisch-Dynamische Pflanzenzüchtung:
Fähigkeiten, Kenntnisse und persönliche Ansätze
Auftakt einer zweijährigen Fortbildung im Juni 2008 auf Gut Wulfsdorf
Neben einem anthroposophisch-goetheanistischen Pflanzenverständnis und handwerklich-technischen Grundlagen des Samenbaus geht es darum, die verschiedenen Ansätze der biologisch-dynamischen Züchter kennen zu lernen. Im Rahmen der auf zwei Jahre konzipierten Fortbildung auf biologisch-dyamischen Betrieben erwartet die Teilnehmer Grundlegendes zu Saatgutvermehrung, Zuchtzielen, Sortenentwicklung, Selektion etc. Vier einwöchige Seminare im Winterhalbjahr und monatliche Seminare von Juni bis Oktober auf den Betrieben sind der Kern
dieser Fortbildung, ergänzt um Exkursionen. Voraussetzung ist eine fundierte Praxis im Gemüse- oder Ackerbau sowie die Bereitschaft, sich in die Grundlagen der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise einzuarbeiten. Haben Sie Interesse?
In 1985 a number of biodynamic vegetable producers, who were involved in multiplication of open pollinated varieties, set up the "Initiativkreis für Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau" (The Intitiativecircle for vegetable seeds from biodynamic farming). Within this informal platform they exchanged experiences and discussed issues related to organic seed multiplication and breeding. During the years they realised that, to avoid conflicts between the time dedicated to breeding, the vegetable producers needed some economic compensation for their
breeder activities. To promote their work, raise funds and coordinate their breeding activities, members of the "Initiativkreis" established the (charitable) association Kultursaat in 1994. [full paper]
FAIR-BREEDING® - Engagement des Naturkosteinzelhandels für die biologisch-dynamische Pflanzenzüchtung
Presseinformation Nürnberg, 23. Februar 2008
Zehn Jahre lang werden die Mitglieder des Vereins NATURATA International - Gemeinsam Handeln jährlich 0,3 Prozent ihres Obst- und Gemüse-Umsatzes zur Unterstützung der biologisch-dynamischen Gemüsezüchtung bereitstellen. Mitglieder sind zurzeit NATURATA-Fachgeschäfte, sowie einige Partnerläden aus Deutschland, Luxemburg, Schweiz und Polen. Heinz Knauss, einer der Vorstände von NATURATA International - Gemeinsam Handeln e.V., überreichte den ersten großen Scheck über 12.000 Euro an den Geschäftsführer des Vereins Kultursaat e.V., Michael Fleck im Beisein der Kultursaat-Botschafterin Elke Röder (Geschäftsführerin des Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V.) sowie Christoph Simpfendörfer und Stephan Illi, (beide Demeter e.V.) während der BioFach in Nürnberg. [zur gesamten Presseinformation]
Presseinformation BioFach 2008, Feb. 2008
Diese klangvollen Namen gehören den neuen Gemüsesorten aus biologisch-dynamischer Pflanzenzüchtung des Vereins Kultursaat. Die Bingenheimer Saatgut AG hat das Saatgut im Angebot und stellt sie auf der BioFach am Demeter-Marktplatz, Halle 7, Stand 111 vor. Besonders an diesen Neuzüchtungen: Der Geschmack war ein wichtiges Selektionskriterium bei ihrer Entstehung und ihre natürliche Nachbaufähigkeit machen diese Sorten politisch. Politisch deshalb, weil sie im Gegensatz zum allgemeinen Züchtungstrend hin zu Gentechnik und Patentierung im konventionellen Sektor, samenfest und für den Ökolandbau speziell geeignet sind. [zur gesamten Presseinformation]
Pflanzenzüchtung und die Herausbildung neuer Formen des gesellschaftlichen Lebens
Redaktioneller Beitrag im Katalog der Bingenheimer Saatgut AG (2008) von Dr. C. Strawe
Seitdem die Menschen sesshaft wurden und Ackerbau betrieben, nahmen Bauern von der Ernte einen Saatrest für die neue Aussaat. Die Züchtung neuer ertragreicherer Sorten änderte daran zunächst nichts. [...] Im historisch gewachsenen Sortenreichtum der Landwirtschaft stecken neben der Produktivität der Natur die landwirtschaftlichen und landschaftspflegerischen Arbeiten von Jahrtausenden. Sorten sind, so betrachtet, Teil des gemeinsamen kulturellen Erbes der Menschheit.
Motivation für biologisch-dynamische Gemüsezüchtung
Redaktioneller Beitrag im Katalog der Bingenheimer Saatgut AG (2008) von M. Fleck
In Zeiten von Bio-Boom und LOHAS ist der Markt für ökologische Erzeugnisse zunehmend auch für Neueinsteiger lukrativ. Daher haben die auch in der ökologischen Lebensmittelerzeugung mittlerweile allgegenwärtigen Richtlinien und Gesetze sowie Kontrollen zu deren Einhaltung an Relevanz gewonnen. [...] Lange vor der juristischen Regelung der Verwendung von Öko-Saatgut gründeten engagierte Erwerbsgärnter den Initiativkreis für Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau. Hier lebt damals wie
heute die Überzeugung, dass die Arbeit am Saatgut integraler
Bestandteil der ökologischen Wirtschaftsweise ist. [zum gesamten Artikel]
Interview mit Kultursaat-Botschafterin Elke Röder, SlowFood-Magazin (4) 2007
Was macht der Verein Kultursaat, welches sind seine Ziele? Wie sieht Ihre Arbeit als Kultursaat-Botschafterin aus? Über welche Erfolge konnten Sie sich schon freuen? Kann nach der Zulassung jeder Bauer die Samen dieser Sorten kaufen? Vom Verein Kultursaat oder vom Züchter? Welche Chancen haben die neugezüchteten Kultursaat-Sorten gegen diejenigen von Saatgutkonzernen auf dem Markt?
Kultursaat-Botschafterin Elke Röder (BNN) im Gespräch mit Martina Tschirner, Chefredakteurin des SlowFood-Magazins über Ziele, Erfolge und Sinn ihrer Arbeit. [zum gesamten Interview]
Presseinformation, Echzell, 17. September 2007
Zum Saatgut-Tag des Vereins Kultursaat e.V. und der Bingenheimer Saatgut AG, Ökologische Saaten, im hessischen Echzell (Rhein-Main-Gebiet) waren am Sonntag, den 16. September Teilnehmer aus ganz Deutschland angereist. Das Feedback am Ende des Tages war laut Geschäftsführerin Petra Boie überwältigend. Die anwesenden 29 Ladner waren von der hohen Kompetenz und Authentizität des Netzwerkes für ökologisches Gemüsesaatgut beeindruckt. Der überwiegende Teil der Teilnehmer hat bereits das Portionstüten-Sortiment der Bingenheimer Saatgut AG im Angebot, etwa ein Drittel der Anwesenden hatte auch bereits Erfahrung mit der Vermarktung biologisch-dynamischer Gemüsezüchtungen. Daher waren den Gästen die Hintergründe der Saatgut-Thematik die zum Teil weite Anreise wert. [zur gesamten Presseinformation]
Umweltpreis der Stadt Freiburg an Kultursaat-Standort
Preisverleihung (1. Platz) für Gärterei Piluweri
Im Rahmen der Baden-Messe in Freiburg wurde der Gärtnerei Piluweri aus Müllheim-Hügelheim am Fr., d. 14.09.2007 der Umweltpreis der Stadt Freiburg, 1. Platz verliehen. In Zusammenarbeit mit den Sponsoren Rhodia Acetow und der Arbeitsgemeinschaft der Freiburger Autohäuser zeichnet die Stadt Freiburg Gruppen und Unternehmen für besonderes Engagement und Innovationen im Bereich Umwelt und Naturschutz aus.
Nachdem die Arbeit der Hügelheimer Demeter-Gärtnerei schon in den Jahren 2005 mit dem Förderpreis Ökologischer Landbau und 2006 mit dem Nachhaltigkeitspreis der EthikBank gewürdigt wurde, ist dieser Preis eine weitere Anerkennung für die ganzheitliche und nachhaltig angelegte Entwicklung des Betriebes. [zur gesamten Pressemeldung]
Presseinformation, Echzell, 10. August 2007
Die biologisch-dynamische Erhaltungszucht hat eine neue Möhrensorte hervorgebracht, die jetzt exklusiv über den Naturkostgroßhandel Phönix in Bioläden des Rhein-Maingebiets angeboten wird. "Oxhella" zeichnet sich durch ihren anregend-aromatischen Geschmack aus und fällt durch die kurze, etwas bauchige Form im Gemüseregal sofort auf. Sie ist eine Entwicklung aus der alten, fast schon vergessenen Sorte "Oxheart", die völlig vom Markt verschwunden ist.
[zur gesamten Presseinformation]
BioHandel, Juni 2007 Bio-Gemüse ist mittlerweile über fast alle Verkaufskanäle erhältlich. Bei der Vermarktung von Möhren beispielsweise haben LEH und Discounter dem Fachhandel mengenmäßig bereits den Rang abgelaufen. Der Naturkosteinzelhandel kann mit dem Verkauf samenfester Demeter-Gemüsesorten und Sämereien Profil gewinnen und Transparenz schaffen. Ein Bericht über Erfahrungen und Hintergründe.
Zum Auftakt der Tagung des AgrarBündnisses "Fairness und Ethik im Ökologischen Landbau" überreichte Andreas Swoboda (Geschäftsleitung tegut...) einen Scheck über 10.000 Euro an Michael Fleck (Geschäftsführung Kultursaat e.V.). Das Geld soll die Entwicklung schmackhafter samenfester Kohlrabisorten bei Kultursaat ermöglichen. Das Fuldaer Handelsunternehmen engagiert sich für biologisch angebaute Lebensmittel im Sortiment seiner über 300 Märkte und übernimmt darüber hinaus
Verantwortung für den Ökolandbau. Aktuelles Beispiel ist das Engagement von tegut… für die biologisch-dynamische Pflanzenzüchtung. Eine ökologische Pflanzenzüchtung ist vom Samen an die Grundlage für Bio-Gemüse. Die Züchtungstechniken und die konventionelle Saatgut-Produktion entfernen sich immer mehr von den Prinzipien des Ökologischen Landbaus – am Ende dieser Entwicklung steht die Gentechnik. Sie wird von der Mehrheit der Verbraucher – 96 % der tegut... Kunden sind gegen den Anbau von GVO – abgelehnt.[zur gesamten Presseinformation]
Schrot & Korn, Mai 2007 Orange und länglich ist die Karotte noch immer, doch seit ein paar Jahren gibt es im Bio-Laden neue Sorten: Diese heißen etwa Milan, Robila oder Rodelika und sind das Ergebnis langjähriger, biologisch-dynamischer Züchtung. Bio-Bauern brauchen Pflanzen, die sich ohne Pestizide gegen Unkraut und Insekten zur Wehr setzen können. Doch 80 Prozent aller Sorten sind in der Hand weniger Konzerne. [zum gesamten Artikel]
Marktanalyse ZMP Ökomarkt Forum, März 2007
Bio-Fachhandel und mittelständischer LEH verlieren bei der Bio-Möhrenvermarktung gegenüber den Discountern zunehmend an Verkaufsbedeutung. Die Vermarktung besonders wohlschmeckender Sorten bietet Chancen die Qualitätsführerschaft zu behaupten. Billig kann jeder. Der Bio-Fachhandel kann jedoch mehr: Er kann Möhren mit Charakter anbieten! [zum gesamten Artikel]
BNN-Geschäftsführerin Elke Röder ist Kultursaat-Botschafterin
Pflanzenzüchtung für den Ökolandbau ist eine Alternative zur Agro-Gentechnik -
Pressemitteilung BNN Herstellung und Handel e.V., März 2007
Seit der BioFach 2007 trägt Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN diesen Titel. Beim traditionellen BNN-Empfang auf der weltgrößten Biomesse überreichte ihr Michael Fleck, Geschäftsführer des Vereins Kultursaat, die Urkunde. "Bio boomt, jedenfalls der Markt für Produkte aus ökologischer Erzeugung. Die diesjährige BioFach mit mehr als 500 neuen Ausstellern gegenüber dem Vorjahr spiegelt diese Entwicklung wieder [...]
Presseinformation BioFach 2007, Feb. 2007
Die Bingenheimer Saatgut AG koordiniert die Saatguterzeugung auf kontrolliert ökologisch bewirtschafteten Landwirtschafts- und Gartenbaubetrieben und vermarktet das gereinigte und geprüfte Saatgut an Erwerbs- und Hausgärtner. Sie versteht sich als Teil eines partnerschaftlichen Wirtschaftsverbundes mit Züchtern, Saatguterzeugern und Saatgutverbrauchern. Zurzeit umfasst das Angebot ca. 360 Sorten Gemüse, Kräuter und Blumen.
Unter dem Motto "Saatgut ist Kulturgut" wurde 1994 der gemeinnützige Verein Kultursaat e.V. gegründet, der die biologisch-dynamische Gemüsezüchtung auf heute rund 20 Bio-Betrieben organisiert. Hier sind erfahrene Gärtner „on-farm“ in der Sortenerhaltung und –entwicklung tätig und forschen darüber hinaus auch an neuen, zeitgemäßen Züchtungsmethoden.
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Erfahrungen aus dem Anbau samenfester Möhrensorten
verglichen mit Hybriden
Redaktioneller Beitrag im Katalog der Bingenheimer Saatgut AG (2007) von M. Fleck
Von den gut 500 Speisemöhrensorten im gemeinsamen Sortenkatalog der EU sind etwa 72 % Hybriden. In den Katalogen der meisten Saatgut-Unternehmen sind samenfeste Möhrensorten kaum noch zu finden. Und auch im ökologischen Erwerbsanbau stammt mittlerweile der weitaus größte Anteil des erzeugten Gemüses aus Hybridsaatgut. Wie unterscheiden sich nun samenfeste Sorten im Vergleich zu Hybriden, was sind die Besonderheiten dieser beiden Züchtungsprodukte? In seinem Beitrag gibt Herr Fleck einen Einblick in Praktikererfahrungen und Ergebnisse von Feldversuchen und Laboruntersuchungen. [zum gesamten Artikel]
Thomas Heinze in Ökologie & Landbau 2/2006 (138)
Seit Beginn des Ackerbaus und während der verschiedenen Kulturzeiträume haben die Nahrungspflanzen die Menschen begleitet und sich entsprechend der jeweiligen Gegebenheiten und Notwendigkeiten entwickelt. Verschiedene Zuchtziele und Zuchtmethoden, aber auch das Verhältnis zwischen Mensch und Pflanze drücken sich in den Kulturpflanzen aus. Braucht nicht auch der Ökologische Landbau - als eine eigene Kulturbewegung - eine zu ihm gehörige Pflanzenzüchtung mit den daraus entstehenden Nahrungspflanzen? Bei der Gemüsezüchtung arbeiten Züchter und Betriebe zusammen, um an die speziellen Anforderungen der ökologischen Bewirtschaftung angepasste Sorten zu entwickeln. [zum gesamten Artikel]
Piluweri steht für die Anfangsbuchstaben der vier Gründer; dahinter ein Gemüseanbaubetrieb, in dem 60 verschiedene Kulturen wachsen und der sich für die Züchtung neuer Sorten und die Saatgutvermehrung engagiert. Eigens dafür existiert eine Jungpflanzenzucht. 23 Mitarbeiter bewirtschaften die Gärtnerei nach biologisch-dynamischen Richtlinien auf ca. 21 ha Freifläche und in 5000 m² Gewächshäusern.
Die Produkte werden unter dem Markenzeichen Demeter verkauft. Das Unternehmen stellt ein durchweg ökologisches Produkt her, was über die gesetzlichen Vorschriften des ökologischen Landbaus hinausgeht. Es vermarktet seine Erzeugnisse nur in der Region und ist Gründungsmitglied der „Gentechnikfreien Region Oberrhein“.
Hervorzuheben ist das Engagement für die Züchtung und Pflege solcher Sorten, die eine besondere Nahrungsqualität entwickeln. Hier gilt der Betrieb als Vorreiter in Deutschland, denn nur noch wenige Bio-Gärtnereien verschreiben sich der ganzheitlichen Erzeugung.
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