Die Geschichte
Die Ziele
Die Satzung
- Erhaltung bewährter Gemüsesorten
- Entwicklung neuer Gemüsesorten
- Veröffentlichung der Sortenentwicklung
- Züchtungsforschung
Erhaltung bewährter samenfester Gemüsesorten
Jede vorhandene Sorte, bei der aus den auf ihr gedeihenden Samen neue Pflanzen hervorgehen können, die wieder dem Sortentyp entsprechen, ist "samenecht" oder "samenfest". Damit ist der Fortbestand der Kulturpflanzen durch alljährliche Aufbewahrung eines Teils der Ernte und Anbau im Folgejahr möglich. Würden die für diesen "Nachbau" verwendeten Samen jedoch wahllos gesammelt, ginge - insbesondere bei fremdbestäubenden Arten - die Klarheit der sortentypischen Eigenschaften verloren. Für gepflegte Sorten muss bei der Samengewinnung besondere Sorgfalt angewandt werden: Jeder Züchter wählt deshalb bei der "Erhaltungszucht" nur besonders wohlgestaltete, gesunde und sortentypische Pflanzen für die Gewinnung von "Elitesaatgut" aus. Dieses Elitesaatgut sät wiederum der Saatgutvermehrer zur eigentlichen Saatgutgewinnung aus.
Langjährige Erhaltungszucht unter den Verhältnissen des Ökologischen und biologisch-dynamischen Landbaus ist die Basis unserer Arbeit. Auf diese Weise bleiben die Sorten im kontinuierlichen, naturgegebenen Strom von Keimen, Wachsen, Fruchten und Vergehen; das ist eine günstige Voraussetzung dafür, dass sich die Pflanzen mit den permanent sich ändernden Lebenbedingungen auseinandersetzen und diese verinnerlichen. Samenfeste Sorten, die sich im Erwerbsanbau von Öko-Gemüse besonders bewährt haben, werden im Auftrag von Kultursaat auf ökologisch bzw. biologisch-dynamisch wirtschaftenden Betrieben in erhaltungszüchterische Pflege genommen, damit sie Klein- wie Erwerbsgärtnern weiterhin in ökologischer Saatgut-Qualität zur Verfügung stehen.
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