a) Domäne Fredeburg: Lauenburgische Seenlandschaft, 120 ha biologisch-dynamische Landwirtschaft, davon 10 ha Gemüse und Kartoffeln. Hier arbeitet Arne von Schulz an der Erhaltungszucht von Rettich, Kürbis sowie an Blumenkohl und Wirsing; aus seiner züchterischen Arbeit ist z.B. die Wirsingsorte Smaragd hervorgegangen.
b) Gut Wulfsdorf: an der Stadtgrenze von Hamburg, 280 ha biologisch-dynamische Landwirtschaft, davon 5 ha Feingemüse, 3 ha Möhre und Kohl. Christina Henatsch bearbeitet hauptsächlich die Kulturen Brokkoli, Rote Bete, Möhre (z.B. Fine), Lauch und Salat.
c) Ebenfalls integriert in den Anbau von Gut Wulfsdorf ist die züchterische Tätigkeit von Dr. Joachim Pohlmann. Sein Schwerpunkt liegt beim Rosenkohl, darüber hinaus arbeitet er auch an Brokkoli, Mangold, Möhre, Radies und Zucchini.
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Nördlich von Bremen, 26 ha biologisch-dynamische Landwirtschaft auf leichten Böden.
Ulrike Behrendt züchtet an Möhre (z.B. Fynn, KS-MOG-UB-01), Tomate (z.B. Oldenrot, Ruthje), Schlangengurke (z.B. Helena), Radieschen, Rote Bete (z.B. Robuschka), Chinakohl, Spitzkohl, Pastinake, Zapallito Kürbis (z.B. Zappho) und Salat (z.B. Rolando). Die in Klammern genannten Sorten sind bereits beim Bundessortenamt anerkannt bzw. in Anmeldung. Zurzeit koordiniert sie ein im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau finanziertes Kooperationsprojekt mit dem Julius-Kühn-Institut (ehemals BBA) zur Regulierung des Falschen Mehltaus an Salat (Kennziffer 06OE049).
Annette Maaß unterstützt Ulrike Behrendt in ihrer Arbeit. Darüber hinaus unterhält sie eigene Züchtungsprojekte unter anderem an Wirsing, Roter Zwiebel und Feldsalat.
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Im Rahmen von Kultursaat beschäftigt sich Dr. Bernd Horneburg mit Pastinaken und Radicchio; aus Untersuchungen zur Qualitätsverbesserung ist die Pastinake Aromata hervorgegangen (vgl. Projekt mit der Kennziffer 03OE481). Die züchterische Entwicklungsarbeit findet im fruchtbaren Leinetal bei Göttingen auf Lößböden statt. Die Niederschläge betragen im langjährigen Mittel 650 mm bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 8,5 °C. Die Projekte sind weitgehend eingebunden in die Arbeitsgruppe Standortanpassung und ökologische Züchtung der Universität Göttingen. Hier werden u.a. Methoden der ökologischen Züchtung verbessert und entwickelt sowie Freiland-Tomaten gezüchtet.
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De Groenen Hof: René Groenen hat auf dem Demeter-Hof De Kraanvogel einen eigenständigen Betriebszweig inklusive 3 ha gepachteter Fläche aufgebaut; die Bodengrundlage ist ein humoser Sand mit leichtem Lehmanteil. Neben Saatgutvermehrung wird dort auch Züchtung von Rote Bete, Möhre, Zwiebel (KS-RG-Z-01) und Blumenkohl betrieben.
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Auf ca. 1,5 ha sandigen Lehmböden baut Martin Hagemann ein vielfältiges Öko-Frischgemüsesortiment an. Ein Schwerpunkt der Erzeugung und der züchterischen Arbeit waren von Anfang an Blumenkohl und Rosenkohl.
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a) Gärtnerei der Lebensgemeinschaft Bingenheim: die biologisch-dynamisch bewirtschaftete Fläche umfasst 4 ha auf tonigem Auenlehmen, davon 800 qm beheizbares Hochglas und 2.400 qm beheizbare und insektenisolierte Folienhäuser. Ute Kirchgaesser kümmert sich hier um die Erhaltungszucht von Fenchel, Lauch, Möhre, Salat, Roter Bete (Jannis) etc. Ihre Grundlagenarbeiten zum Einfluss von Klangbehandlungen auf das Pflanzenwachstum führt Ute Kirchgaesser v.a. an Salat und Löwenzahn durch.
b) Auf 1 ha Anbaufläche, gepachtet von der biologisch-dynamisch geführten Landwirtschaft der Lebensgemeinschaft Bingenheim, betreiben Thomas Heinze und Kornelia Becker einen Zucht- und Forschungsgarten.
Dort werden Zucchini (z.B. KS-HB-KUP-Z 1), Möhren (z.B. Robila, Oxhella), Bohnen (Helios, Philetta), Salat (Mythos, Modiva, Till, Bijella), Rote Bete (z.B. KS-TH-RR-04), Lauch und Brokkoli züchterisch bearbeitet.
Desweiteren wird der Frage nachgegangen, inwieweit es dem Züchter möglich ist, durch ein auf die Pflanze Einwirkenlassen von bestimmten Lebenskräften die Entwicklungsprozesse in den Pflanzen anzuregen.
c) Dottenfelderhof, Bad Vilbel: Langjährig biologisch-dynamisch bewirtschafteter Gemischtbetrieb auf 150 ha mit wechselnden Bodenverhältnissen. Auf der Grundlage eines vielfältigen Feldgemüseanbaus hat Dietrich Bauer hier bei Weiß-, Wirsing- und Rotkohl, Möhren wie auch Pastinaken eine umfangreiche Erhaltungszucht aufgebaut sowie sieben "neue" Sorten entwickelt: Rodynda, Dottenfelder Dauer, Dowinda, Donator, Rodelika, Rolanka, Leira. Darüber hinaus hat er verantwortlich ein Kooperationsprojekt mit der Bundesforschungsanstalt für Züchtungsforschung in Quedlinburg zur Qualität von Kohl- und Möhrensorten (Kennziffer 02OE027) koordiniert und ein weiteres Drittmittelprojekt zur Entwicklung des Pastinakensortiments (Kennziffer 03OE481) geleitet.
d) Dottenfelderhof: Aus der im Rahmen des Instituts für biologisch-dynamische Forschung stattfindenden Gemüsezüchtung von Dr. habil. Hartmut Spieß sind die die Tomaten Piroka und Quadro sowie die Minigurke Persika entstanden. Mittlerweile hat Christoph Matthes die Gemüsezüchtung übernommen. Neben der Erhaltungszucht von Gurke (Persika), Kopfsalat, Radies, Rosenkohl, Sellerie und Tomate entwickelt er neue Tomaten-, Rosenkohl- (Idemar) und Zuckermaissorten.
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Die Gärtnerei Willmann in Ingersheim am Neckar umfasst etwa 22 ha. Eine kleine Kuhherde und zwei Pferde liefern einen Teil des benötigten Düngers. Seit Anfang des Jahres 2009 ist Michiel Groen für die Züchtungsarbeit in der Gärtnerei verantwortlich. Seit vielen Jahren findet die Erhaltungszucht verschiedener Gemüsesorten (Möhren, Stangenbohnen, Tomaten, Salat, Lauch (Haldor), Feldsalat) im Betrieb statt. Seit 2009 sind noch die Kulturen Sellerie, Petersilie und Petersilienwurzel, Kohlrabi, Radies, Rote Bete und Blumenkohl hinzugekommen. Die Verbesserung von samenfesten Blumenkohlsorten bildet derzeit den züchterischen Schwerpunkt.
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Die Region ist gekennzeichnet durch mildes Weinbauklima und fruchtbare Lößlehmböden.
a) Christine Nagel und Annette Tillmanns, Eichstetten am Kaiserstuhl: Der ca. 0,6 ha große Forschungs- und Zuchtgarten wird ergänzt durch Flächen der biologisch-dynamisch bewirtschafteten Erwerbsgärtnerei der Demetergärtnerei Feldmann GbR. Hier wird gearbeitet an Chinakohl (BLE-Projekt 03OE608, Atsuko), Feldsalat, Gurken (Arola), Knoblauch (Frolia) und Lauch (KS-AT-PO-01).
b) Gärtnerei Piluweri, Müllheim-Hügelheim: Der biologisch-dynamische Anbau einer ganzjährig breiten Palette an Gemüsekulturen mit Vermarktung über Wochenmärkte und Naturkost(groß)handel ist die Grundlage für die samenbauliche und züchterische Tätigkeit. In den 5.000 qm Gewächshäusern werden u.a. Tomaten (Pilu und Tica), Paprika (Pantos) und Salat (Briweri, KS-RS-03) angebaut und züchterisch im Rahmen von Kultursaat-Projekten bearbeitet; unter den Freilandkulturen stehen zurzeit v.a. Möhren (Milan) und Lauch (z.B. Avano) im Fokus.
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In der reich gegliederten Landschaft mit zahlreichen kleinen Teichen, Bachläufen und Wassergräben liegt der biologisch-dynamisch bewirtschaftete Obergrashof. Das auf den anmoorigen 45 ha angebaute Gemüse wird größtenteils über den Großhandel vermarktet. Dieser Anbau ist die Basis für die züchterische Arbeit von Julian Jacobs, der im Auftrag von Kultursaat die Kulturen Blumenkohl (z.B. Odysseus, KS-JJ-KOB-01), Kohlrabi (z.B. Rasko, KS-JJ-KOK-02), Möhre, Rettich (KS-JJ-RE-01) und Chicorée bearbeitet.
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a) Hofgut Rengoldshausen und Ralzhof: Dieser Zuchtstandort befindet sich in einer hügeligen Moränenlandschaft nördlich des Bodenseesmit sandig-lehmigen, teilweise steinigen Böden von mittlerer Tiefgründigkeit; das Klima ist mild und ausgeglichen.
Vera Becher hat die hier beheimatete langjährige züchterische Tätigkeit von Brigitte von Wistinghausen übernommen. Die Züchtung (Bohnen, Spinat (z.B. Verdil), Rote Bete, Salaten (z.B. Laibacher Eis 4, Maravilla de Verano, KS-SAK-VB-01) geschieht in enger Zusammenarbeit mit der intensiv bewirtschafteten Gärtnerei (22 ha und 5.000 qm Gewächshausfläche) sowie dem Feldgemüsebau des gesamten biologisch-dynamisch bewirtschafteten Betriebes.
b) Sativa Rheinau: Eingebettet in die 140 ha des Gut Rheinau liegen die Flächen der Züchter Amadeus Zschunke und Friedemann Ebner. Der biologisch-dynamische Betrieb liegt unweit des Rheinfalls und verfügt über humose, sandige und lehmig-kiesige Flächen. Hier wird u.a. an den Kulturen Kohlrabi, Möhre, Paprika, Rosenkohl, Sellerie (Ortho), Zuckermais und Zwiebel gearbeitet; aktuell befinden sich drei unterschiedlich spätreifende Zuckermais-Kandidaten (KS-SR-MZ-01, KS-SR-MZ-02, KS-SR-MZ-03) in der Registerprüfung.
c) Samuel Widmer bewirtschaftet einen vielseitigen biologisch-dynamischen Saatgutbetrieb acht Kilomenter südlich des Bodensees in Andwil TG. Auf 2,2 ha sandigem Lehmboden gedeihen zahlreiche Spezialkulturen. Im Auftrag von Kultursaat werden in Zusammenarbeit mit umliegenden Gemüsebaubetrieben Pastinaken, Zapallito und Chicorée (KS-SWi-ZS-01) züchterisch bearbeitet.
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